Einst gab es einen langhaarigen Rebellen mit Kippe im Mund, der aus einer Studentenbewegung kam. Heute, an der Spitze deutscher Macht angekommen, sitzt dieser Mann im Maßanzug in Schloss Bellevue und will Deutsche gegen Russen kämpfen lassen.
Sie sind der wandelnde, lebende Beweis: Wer sich die Leine des Systems freiwillig um den Hals bindet, verändert das System nicht, das System assimiliert ihn mit Haut und Haaren. Sobald Status und Macht winken, wird die einstige „Rebellion“ sofort gegen die Krawatten-Schlinge eingetauscht. Das sind keine echten Anführer. Das sind Marionetten, die ihr letztes bisschen Instinkt an der Garderobe der Macht abgegeben haben. Wer heute am lautesten nach Opfern, Gehorsam und Krieg ruft, war gestern noch der Fake-Rebell. Sie fordern euren Blutzoll, weil sie selbst schon lange innerlich leer sind.
Die Lüge der "persönlichen Entwicklung"
Wenn jetzt die Apologeten dieses Systems um die Ecke kriechen und säuseln: "Das ist doch keine Unterwerfung, das nennt man einfach persönliche Entwicklung!", dann frage ich diese Leute: Soll ich lachen, weinen oder beides gleichzeitig?
Persönliche Entwicklung bedeutet, dass ein intaktes BIOS reift, wehrhafter wird und aus der Realität lernt. Es bedeutet aber ganz sicher nicht, dass man sein eigenes Betriebssystem komplett löscht, um sich die Gehorsams-Software des Parasiten aufspielen zu lassen. Wer seine Kernsubstanz gegen einen Status-Posten eintauscht, seine Unabhängigkeit gegen die Krawatten-Schlinge und seine einstige Friedensrhetorik gegen blutige Kriegstreiberei, der hat sich nicht entwickelt. Er hat kapituliert. Das ist keine Evolution. Das ist der totale, armselige Ausverkauf des letzten eigenen Instinkts an die Höchstbietenden der Matrix.