Es gibt in der heutigen Medienlandschaft eine ganz bestimmte Spezies, die sich wie Mehltau über den gesunden Menschenverstand gelegt hat: den weinenden Moralapostel. Man erkennt diese Spezies an ihrem unerschütterlichen Glauben, die moralische Deutungshoheit gepachtet zu haben. Sie stehen auf den glamourösen Teppichen der Republik, sie halten flammende Reden gegen den „Hass“, und sie wachen mit Argusaugen darüber, dass der Rest der Gesellschaft bloß politisch korrekt atmet.
Eine dieser Vorzeige-Haltungsträgerinnen, nennen wir sie beim Namen: Dunja Hayali, führt uns dieser Tage unfreiwillig vor, wie verlogen und abgründig dieses elitäre Konstrukt in Wahrheit ist. Wenn man ihr aufmerksam zuschaut, lernt man eine Lektion fürs Leben: Es geht diesen Leuten niemals um den Anstand. Es geht immer nur um die Ideologie.
Akt 1: Die Hand, die nicht grapscht, sondern „solidarisiert“
Werfen wir einen Blick auf ein Bild, das mehr Wahrheiten transportiert als tausend Leitartikel der etablierten Presse. Eine glanzvolle Abendveranstaltung. Die Moderatorin steht dicht gedrängt bei einer ranghohen Politikerin, unserer heutigen EU-Kommissionspräsidentin. Die Stimmung ist ausgelassen, man fotografiert die beiden Damen von hinten. Und wo befindet sich die Hand der stets hochkorrekten, strengen Moderatorin? Fest platziert auf dem Po der Politikerin.
Stoppen wir hier für ein kurzes, gesellschaftliches Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, diese Hand gehörte einem Mann. Einem jener Männer, die das Land jahrzehntelang unterhalten und aufgebaut haben. Die mediale Witzepolizei hätte noch am selben Abend ein Tribunal errichtet. Man hätte von toxischer Übergriffigkeit fantasiert, von Machtgefällen und vom dunklen Patriarchat.
Doch bei unserer Protagonistin? Herrscht dröhnendes Schweigen. Warum? Weil die moderne Leitkultur nach einem völlig neuen, perversen Regelwerk funktioniert: Eine körperliche Berührung ist kein Vergehen, wenn sie von jemandem mit dem richtigen politischen Stempel ausgeführt wird. Dann ist es kein Grapschen. Dann ist es feministisches Empowerment. Eine Solidaritätsbekundung unter Frauen. Merken Sie sich: Die Tat an sich ist den Moralwächtern völlig egal. Es zählt nur, wer sie begeht.
Akt 2: Die Tränen der Ergriffenen
Szenenwechsel. Die Dame mit der griffigen Hand steht auf einer großen Bühne, um einen Preis entgegenzunehmen. Plötzlich kippt der Schalter. Die taffe Haltung weicht einer oscarreifen Inszenierung. Die Stimme zittert, die Augen füllen sich mit Tränen, während sie sich darüber beklagt, wie viel „Hass“ ihr entgegenschlägt und wie furchtbar die bösen Vorwürfe der Zuschauer seien.
Es ist das Meisterstück der modernen Eliten: Täter und Opfer in Personalunion. Auf dem roten Teppich fröhlich hinlangen, aber im Rampenlicht weinend zusammenbrechen, weil die Menschen draußen im Land diesen arroganten Zirkus nicht mehr kommentarlos hinnehmen wollen.
Akt 3: Der alte Mann und das Schafott
Doch die Heuchelei erreicht erst dann ihren absoluten Höhepunkt, wenn man sich ansieht, wer der weinenden Moderatorin an jenem Abend auf der Bühne respektvoll die Hand reichte: Es war einer der größten Entertainer, die dieses Land je gesehen hat. Ein Mann, der einer ganzen Generation Freude brachte. Er gab ihr an diesem Abend die Bühne. Er erwies ihr den Respekt, den sie bei ihm später so gnadenlos vermissen ließ.
Denn Jahre später, als der Showmaster alt und von Krankheit gezeichnet ist, wird aus exakt jener Medienblase heraus, deren Gesicht diese Moderatorin ist, sein Lebenswerk systematisch zerstört. Plötzlich wird der Mann, der stets den charmanten, natürlichen Flirt zelebrierte etwas, das Männer und Frauen seit Anbeginn der Menschheit tun, als frauenfeindlicher Relikt der Vergangenheit gebrandmarkt. Man kriminalisiert genau die natürliche Anziehungskraft, von der diese Eliten sich längst verabschiedet haben.
Die blanke Wahrheit
Und hier schließt sich der Kreis. Diese Leute hassen nicht die angebliche Übergriffigkeit. Sie hassen die Natürlichkeit. Sie hassen das unbeschwerte, traditionelle Zusammenspiel von Mann und Frau.
Sie predigen Wasser, während sie Wein saufen. Sie stürzen alte Helden für eine Hand auf dem Knie in den medialen Ruin, während sie selbst genüsslich den Hintern der Macht streicheln. Sie zerstören Leben, Karrieren und Familienstrukturen von oben herab und wenn man sie dafür kritisiert, fangen sie auf der Bühne an zu weinen.
Doch die Kulisse bröckelt. Wir sehen die Fotos, wir sehen die Heuchelei, und wir verstehen das Spiel. Und eines ist gewiss: Unsere DNA, unser gesunder Menschenverstand und unser Blick für die blanke Wahrheit lassen sich nicht weg-inszenieren, nicht durch tausend Preise und nicht durch noch so viele Krokodilstränen.
Nicht mit uns.